Am 23. Juni 2012 fand die von der Kriminologischen Initiative in Kooperation mit dem Institut für Kriminologische Sozialforschung der Universität Hamburg veranstaltete Tagung zum Thema “Terrorismus und Widerstand” statt.

Nachfolgender Bericht und die Bilder geben einen Eindruck von der rundum gelungenen Veranstaltung.

Tagungsbericht

Nach mehreren erfolgreichen Vortragsabenden veranstaltete die Kriminologische Initiative Hamburg e.V., in Kooperation mit dem Institut für Kriminologische Sozialforschung Hamburg am 23. Juni 2012 zum ersten Mal eine ganztägige Fachtagung zum Thema „Terrorismus und Widerstand“.

Wie die 2. Vorsitzende des Vereins, Rebecca Houghton, in ihrer Eröffnungsrede betonte, war nicht nur die gesellschaftliche Relevanz des Themas, sondern insbesondere seine Bedeutung im sozialwissenschaftlichen und kriminologischen Diskurs ausschlaggebend für die Wahl des Veranstaltungsthemas. Das Phänomen ‚Terrorismus‘ tritt heute in einer weniger lokal-begrenzten, sondern qualitativ neuen und globalisierten Form in Erscheinung; der damit verbundene Diskurs findet sich im Spannungsverhältnis zwischen Sicherheitsbedürfnissen und Freiheitsrechten. Dies, so Houghton, ist mit zahlreichen Problematiken verbunden, die die Kriminologie vor neue Herausforderungen stellt und eine kritische Reflexion der Thematik notwendig macht.

Die Tagung stieß auf großes Interesse: Insgesamt kamen über hundert Zuhörer, um sich die verschiedenen Beitrage der 14 Referentinnen und Referenten anzuhören und zu diskutieren. Als erster der geladenen Keynote-Speaker eröffnete Prof. Dr. Sebastian Scheerer vom Institut für Kriminologische Sozialforschung der Universität Hamburg die Tagung. In seinem Vortrag thematisiere er „Erklärungen, Scheinerklärungen und praktische Probleme“ der kriminologischen Analyse der Phänomene ‚Terrorismus‘ und ‚Widerstand‘ und richtete zum Abschluss einen Appell an die Kritische Kriminologie, sich stärker in gegenwärtige Diskurse einzubringen. Im Anschluss sprach Prof. Dr. Lorenz Böllinger von der Universität Bremen als weiterer Keynote-Speaker der Tagung über die „Entwicklung zu terroristischen Handeln als psychosozialer Prozess“.

Insgesamt war das Themenangebot sehr breit gefächert: die Beiträge reichten von alternativen Ansätzen der Terrorismusprävention über Diskussionen über den Terrorismusbegriff in der sozialwissenschaftlichen Analyse hin zu Vorträgen mit Bezug zu aktuellen Themen wie gegenwärtigen Formen des Rechtsterrorismus. Insbesondere die Studierenden des Weiterbildenden Masterstudienganges Kriminologie der Universität Hamburg waren mit insgesamt acht Referentinnen und Referenten stark vertreten.

Die Kriminologische Initiative e.V. meldete sich mit der Fachtagung erfolgreich nach einiger Zeit der Stille zurück und wird hoffentlich auch in Zukunft weiterhin kriminalpolitisch-relevante und diskussionswürdige Veranstaltungen zu verschiedenen kriminologischen Themen organisieren.

Bilder

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